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Matrix42 Self-Service Help Center

Treiberintegration für die Betriebssysteminstallation

Benötigt ein Gerät Treiber, die in Windows noch nicht enthalten sind, kann dies über das zusätzliche Matrix42 PreOS Paket DriverIntegration umgesetzt werden.


Eine detaillierte Schritt für Schritt Anleitung zur Handhabung der Treiber ist im Dokument "Matrix42 Treiberintegration in WinPE - HowTo - DE.pdf" beschrieben.    
Für die Dateiablage und alle Pfadangaben gilt eine maximale Pfadlänge von 256 Zeichen. Die folgende Zeichen ~ " # % & * : < > ? / \ { | } sind in Ordner, Datei und Pfadangaben nicht erlaubt.

Die folgenden Matrix42 PreOS Pakete kommen in diesem Zusammenhang zum Einsatz:

  • DiskPartitioning
  • DriverIntegration
  • WindowsInstallation
  • PxeOffAndReboot
  • DomainJoin
  • EmpirumAgentSetup

Das DiskPartitioning Paket löscht die Partitionen der ersten Festplatte des Computers und legt die notwendigen Partitionen an. Dabei kann über die Variablen des Paketes die Partitionierung konfiguriert werden.

Mit dem DriverIntegration Paket wird die Systempartition von Windows vorbereitet, damit Treiber für den Computer übernommen werden.

Mit dem WindowsInstallation Paket wird dann die eigentliche Windows Installation durchgeführt, die dann die vorbereiteten Treiber berücksichtigt.

Das Deployment mit den vorgestellten Paketen ist auf die erste Festplatte (Disk 0) des Computers eingeschränkt.

DriverIntegration Paket

Für die Integration der Betriebssystemtreiber ist das Matrix42 PreOS Paket DriverIntegration zuständig. Anhand des Herstellernamens, Modellnamens und des Betriebssystemtyps (Windows 7, Windows 10, Windows Server 2016 oder Windows Server 2019) des zu bespielenden Rechners wird mit Hilfe einer Steuerungsdatei (Drivers.json) bestimmt, welches Treiberarchiv oder Treiberverzeichnis für die Betriebssysteminstallation verwendet werden soll.

Die Steuerungsdatei finden Sie auf dem Empirum-Server unter:Mit Hilfe des WinPE Driver Assistant kann die Steuerungsdatei (Drivers.json) angepasst werden.

\\%EmpirumServer%\Configurator$\Packages\Matrix42\OsPackages\Drivers\Drivers.json

Ermitteln des Herstellers und des Modells

Um die automatisierte Zuordnung von Treiberpaketen richtig ausführen zu können, benötigen wir die Hersteller und Modellbezeichnung, wie sie durch die Windows Management Instrumentation ermittelt wird.

Hierfür stellen wir Ihnen das Matrix42 PreOS Paket HardwareInfo zur Verfügung, mit dem Sie alle notwendigen Informationen ermitteln, um sie dann mit Hilfe des Matrix42 Treiberassistenten in die Steuerdatei importieren zu können.

Weisen Sie dem Rechner nur das Matrix42 PreOS Paket HardwareInfo und ein WinPE basiertes PXE Image zu. Nach dem Aktivieren des Rechners kann der Rechner gebootet werden und das HardwareInfo Paket wird ausgeführt und hinterlegt im Mac8- bzw. UUID-Verzeichnis eine Ini-Datei. Diese Ini-Datei enthält die Information über den erkannten Herstellernamen und Modelnamen des Rechners und kann mit Hilfe des WinPE Driver Assistant in die Treibersteuerungsdatei importiert werden.

Die Namen für Hersteller und Modell werden mit dem HardwareInfo Paket mit Hilfe der Windows Management Instrumentation (WMI) Klassen zur WinPE Laufzeit ausgelesen (gwmi win32_computersystem).

Starten des Matrix42 Treiberassistenten

Um den Matrix42 Treiberassistenten zu starten, muss die Matrix42WinPEDriverAssistant.exe Anwendung in dem Verzeichnis .\Empirum\AddOns\WinPEDriverAssistant auf dem Empirum Master Server ausgeführt werden.

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Stellen Sie sicher, dass der Benutzer, mit dem der Assistent gestartet wird, ausreichende Berechtigungen besitzt, um die Datei Drivers.json auf dem Empirum-Share zu öffnen, zu editieren, neu zu erstellen und zu löschen. Er sollte ebenfalls die Berechtigungen besitzen, Dateien und Verzeichnisse dort hinzukopieren.

Erstellen der Datei Drivers.json beim ersten Start

Der Matrix42 Treiberassistent versucht beim Starten automatisch die Treiberkontrolldatei Drivers.json auf dem Empirum-Share zu öffnen. Ist diese noch nicht vorhanden, wird Ihnen angeboten, eine leere Treiberkontrolldatei erstellen lassen, indem Sie die folgende Meldung mit Ja bestätigen.

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Nach dem Erstellen einer leeren Treiberkontrolldatei öffnet sich der Assistent und zeigt die geöffnete Datei an.

Als oberster Eintrag wird die Treiberkontrolldatei Drivers.json und ihr Dateipfad angezeigt.

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Import von HardwareInfo-Paket Ausgabedateien

Die einfachste und sicherste Variante die Treiberkontrolldatei zu erweitern ist das Importieren von der Ausgabedatei des Matrix42 PreOS Pakets HardwareInfo, die das HardwareInfo-Paket automatisch im EmpInst$\Wizard\OS\Auto Unterverzeichnis des jeweiligen Clients erstellt. Im Kapitel 4.2 Ermitteln des Herstellers und des Modells auf Seite 40 wird genauer beschreiben, wie die diese Ausgabedatei mit Hilfe des HardwareInfo Pakets erstellt werden kann.

Diese Ausgabedatei enthält die Informationen über den Hersteller und das Model des verwendeten Clients.

Der Import lässt sich über den Import Schaltfläche starten.

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Es öffnet sich der Dateibrowser in dem EmpInst$\Wizard\OS\WinPeStatus Verzeichnis, mit dessen Hilfe die Ausgabedatei des HardwareInfo-Pakets geöffnet werden kann.

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Die Ausgabedatei des HardwareInfo-Pakets liegt in dem jeweiligen Unterverzeichnis des Clients.

Sie können hier auch die Suchfunktion des Dateibrowsers verwenden und nach dem Client-Namen suchen. Die Ausgabedatei des HardwareInfo-Pakets enthält immer den Client-Namen und die Domäne des Clients.

Wurde die Ausgabedatei gefunden und ausgewählt, kann der Import per Open gestartet werden. Der Assistent gibt dann eine Rückmeldung welcher Hersteller und welches Model importiert wurde.

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Nach der Bestätigung mit OK wird der neue Eintrag in die Kontrolldatei eingefügt.

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Für den erkannten Hersteller VMware, Inc. wurde ein Eintrag erstellt. Untergeordnet wurde ein Eintrag für das erkannte Model VMware7,1 erstellt.

Dem Model-Eintrag sind momentan noch keine Treiberdateien, oder Treiberverzeichnisse für die Betriebssystem Windows7, Windows 10, Windows Server 2016 und Windows Server 2019 zugewiesen. Aus diesem Grund wird der Eintrag hellgrau hinterlegt angezeigt und mit einem Ausrufezeichen   markiert. Das zeigt an, dass der Eintrag noch nicht gültig ist, da noch kein Treiber angegeben für ein Betriebssystem angegeben ist, bzw. ein angegebener Treiber nicht auf dem Empirum-Share vorhanden ist.

Treiberdatei importieren


Die meisten Hersteller bieten mittlerweile sogenannte SCCM Treiber Pakete an. Diese Treiberpakete enthalten in der Regel alle Treiber, die vom Hersteller für die Installation als Treiber Installationsdatei freigegeben wurden.
Dies kann, muss aber nicht zwangsweise alle Gerätetreiber für das Hardwaremodell beinhalten. Häufig werden Treiber, die eine zusätzliche Software Komponente beinhalten, nicht in solchen Paketen erfasst. Hier bietet sich an, diese als separate Softwarepakete auf den Client auszubringen. In der Regel ist der Umfang der Treiber in dem SCCM Paket der Dokumentation des Herstellers zu entnehmen, zumeist werden auch die nicht enthaltenen Treiber explizit gelistet.

Das Matrix42 WinPE basierte OS Deployment unterstützt aktuell sowohl nicht gepackte Treiberverzeichnisse als auch komprimierte Archive vom Typ .cab oder .zip.

Sie können auf die Treiberimport  clipboard_e0ff1e42b40367e80b84fb9acf6a12718.png Schaltfläche hinter dem jeweiligen Betriebssystemeintrag klicken, um eine Treiberdatei oder ein Treiberverzeichnis auszusuchen, dass dann auf den Empirum-Share kopiert wird.

In diesem Fall wird der Treiberimport Schaltfläche des Windows 10 Eintrages gewählt, um dem Model einen Treiber für Windows 10 zu importieren.

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Es öffnet sich ein Kontextmenü mit dessen Hilfe entschieden werden kann, ob eine einzelne Treiberdatei, oder ein komplettes Treiberverzeichnis importiert werden soll. In diesem Fall soll ein einzelnes Zip-Archiv importiert werden, weswegen der Import driver file Eintrag ausgewählt wird.

Es öffnet sich der Dateibrowser mit dessen Hilfe nun das Treiberarchiv ausgewählt werden kann.

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Wird die Auswahl mit Open bestätigt, wird die ausgewählte Treiberdatei auf den Empirum-Share kopiert und der Assigned driver Wert des Model-Eintrages wird angepasst.

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Mit Hilfe des Save Schaltfläche können nun die Änderungen gespeichert werden. Es öffnet sich der Bestätigungsdialog.

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Bestätigen Sie die Meldung mit Ja, so werden die Änderung in der Steuerungsdatei auf dem Empirum-Server abgespeichert.

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Die Bestätigung des erfolgreichen Speichervorgangs erscheint, bestätigen Sie mit OK, dies bringt Sie zurück in die Ansicht des Treiberassistenten.

Damit ist die Steuerungsdatei für das DriverIntegration Paket vorbereitet und ein entsprechender Treiber ist für den Computertyp hinterlegt. Das Deployment kann somit durchgeführt werden.

 

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