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SCCM Task-Sequenzen mit EM-Variablen steuern

Jeder kennt die wachsende Anzahl der SCCM Task-Sequenzen. Für jedes Betriebssystem werden eigene Task-Sequenzen angelegt und wieder weiter aufgeteilt mit weiteren Applications oder Packages. Im speziellen, wenn es sich um den Enterprise Manager handelt, bekommen hierbei noch die einzelnen Versionen des Enterprise Manager-Agenten eine tragende Rolle. Möchte man für jedes Betriebssystem noch jeweils eine unterschiedliche Version des EM-Agenten haben, verliert man sehr schnell den Überblick und die Anzahl der SCCM Task-Sequenzen steigt ins unermessliche.

Mit dem Enterprise Manager haben Sie die Möglichkeit, das ganze Szenario mit einer SCCM Task-Sequenz zu steuern. Wie das funktioniert, wird in diesem Artikel beschrieben.

Zu allererst wird eine SCCM Task-Sequenz erzeugt, in der alle gewünschten Betriebssysteme und alle gewünschten EM-Agenten hinterlegt sind. Eine Möglichkeit, wie diese Task Sequenz erstellt werden kann, wird im nachfolgenden Screenshot gezeigt.

Im Grunde ist es eine normale Task-Sequenz mit mehreren Betriebssystem, Windows-Einstellungen und EM-Agenten. Damit diese über Variablen gesteuert werden können, gilt es, die einzelnen Bereiche mit Variablen zu bestücken.

Pro Betriebssystem wird unter Optionen eine sogenannte Task-Sequenzvariable hinzugefügt, die wie folgt konfiguriert wird.

Dieser Schritt wird pro Betriebssystem wiederholt und jeweils der Wert der Variable entsprechend der Betriebssystemversion angepasst (z.B.: WinSrv2016, WinSrv2012R2 oder Win10x64).

Möchte man, dass die Betriebssysteminstallation vollkommen automatisch durchläuft (es sind auch Server-Betriebssysteme mit hinterlegt), gilt es noch mehrere Windows-Einstellungen hinzuzufügen. Dabei wird jeweils nur der Produktschlüssel für die jeweilige Betriebssystemversion hinzugefügt und natürlich die dazu passende Task-Sequenzvariable unter Optionen hinterlegt.

Ist dies nicht erwünscht, kann es bei einer Windows-Einstellungsoption bleiben und es wird bei jeder Installation der Produktschlüssel manuell eingetragen.

Bei den hinterlegten EM Agenten ist das Vorgehen ein anderes. Dazu wird für jeden Agenten eine funktionsfähige Application (oder Package) in SCCM erstellt. Diese werden nun einzeln in die Task-Sequenz hinzugefügt (Pro Eintrag nur eine Application oder Package). Nun folgt wieder der entscheidende Schritt und zwar die Task-Sequenzvariable.

Dabei wird der Name „EMAGENTVERSION“ verwendet und für die Version 7 den Wert „70“ vergeben. Die Schritte werden mit allen anderen EM-Agenten (z.B.: 65, 64 oder 5) ebenfalls durchgeführt. In diesem Beispiel wurden alle im Moment noch unterstützen EM-Agentenversionen eingebunden.

Damit ist die Konfiguration in SCCM beendet und wir wechseln zum Enterprise Manager. Öffnen Sie im EM zuerst die Variablen und erstellen dort 2 Variablen:

WINDOWSVERSION als Listenvariable

Mit folgenden Listenvariablen

Dabei ist es wichtig, den "Wert" identisch zu halten mit dem Wert, den wir vorher in der SCCM Task-Sequenz als Wert hinterlegt haben. Der Anzeigename kann frei gewählt werden, sodass er für jeden eindeutig zuzuordnen ist.

Das gleiche gilt für die 2 Variable:

- EMAGENTVERSION als Listenvariable

Mit folgenden Listenvariablen

Dabei ist ebenfalls wieder drauf zu achten, dass hier der gleiche Wert hinterlegt wird, wie in der SCCM Task-Sequenz.

Damit sind die alle Variablen im EM angelegt und es kann die OSD-Konfiguration vorgenommen werden. Dazu wird eine neue OSD-Konfiguration angelegt und mit der vorher erstellten SCCM Task-Sequenz verknüpft.

Zusätzliche werden die beiden vorher angelegten Variablen mit hinterlegt. Je nach Bedarf können weitere EM-Rollout-Pläne mit in die OSD-Konfiguration integriert werden. Damit ist die OSD-Konfiguration beendet und sie kann auf den oder die gewünschten Maschinen völlig variabel zugewiesen werden. Dieses sieht beim Verteilen des OSD-Auftrags wie folgt aus:

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